Amateurfunk-Prüfung

Wer Funkamateur werden will, muss bei einer Aussenstelle der Bundesnetzagentur eine Prüfung zum "Errichten und Betreiben einer Amateurfunkstelle" ablegen. Nach bestandener Prüfung erteilt diese eine Genehmigung zum Betrieb der Amateurfunkstation und teilt ein Rufzeichen aus der für den Amateurfunk in Deutschland vorgesehenen Rufzeichenreihen zu.

Es gibt in Deutschland aktuell zwei Prüfungsklassen:
  • A - Alle Frequenzen, alle Betriebsarten, max. Sendeleistung 750 Watt PEP
  • E - Frequenzen: 1,81-2,0 MHz / 3,5-3,8 MHz / 21,0-21,45 MHz / 28,0-29,7 MHz / 144,0-146,0 MHz / 430-440 MHz / 10,0-10,5 GHz, alle Betriebsarten, max. Sendeleistung 100 Watt (je nach Frequenzbereich) PEP

Die Fragenkataloge, auf welche die prüfungen basieren, können im nachfolgenden heruntergeladen werden:
  • Fragenkatalog Klasse E bis 31.12.2006
  • Fragenkatalog Klasse E ab 01.01.2007 - Technik
  • Fragenkatalog Klasse A ab 01.07.2007 - Technik
  • Fragenkatalog Klasse A & E ab 01.01.2007 - Betriebstechnik und Vorschriften

  • Die Prüfung besteht aus folgenden 3 Teilen:
    • Betriebliche Kenntnisse
      Hier muss man nachweisen, dass man in der Lage ist, einen gesetzlich einwandfreien Funkbetrieb durchführen zu können. Hierzu gehören Kenntnisse über Frequenzen, Betriebsarten, Funkbetriebsabwicklung etc.
    • Technische Kenntnisse
      Da es einem Funkamateur erlaubt ist, seine verwendeten Gerätschaften selbst zu bauen oder zu modifizieren und seine Geräte nicht, wie jede andere Sende- oder Empfangsanlage, einer Typen-Prüfung benötigen, muss er in diesem Prüfungsteil die dafür erforderlichen Kenntnisse nachweisen. Gefragt wird hier nach Sender- und Empfängertechnik, allgemeiner HF-Technik, Antennenbau sowie allgemeinen elektrotechnischen und elektronischen Kenntnissen.
    • Kenntnisse von Vorschriften
      Hier werden die Kenntnisse der entsprechenden Verordnungen und Gesetze (AFuG, AFuV, TKG, VO-Funk), sowie elektrotechnischer Schutzbestimmungen erfragt.
    Jeder der vorgenannten Prüfungsteile wird aus einem Katalog zusammengestellt, welcher Fragen im Multiple-Choice Verfahren enthält.
    Nach der bestanden Prüfung bekommt man in der Regel direkt die Genehmigungs-Urkunde ausgehändigt und kann nach Abschluss der Prüfung sofort auf Sendung gehen. Dem Funkamateur wird ein Rufzeichen zugeteilt, welches er in der Zukunft zur Identifikation seiner Station im Funkbetrieb benutzen muss.