Warum "soll" man denn überhaupt funken?

In vielen Telefonaten und Emails, welche die Redaktion von hobbyfunk.de erreichen, tauchen vielfach immer wieder die gleichen Fragen auf, welche wir hier kurz anreißen möchten (Danke speziell an Markus dessen Fragen uns auf die Idee für diese Seiten gebracht haben).

Frage: Warum soll man sich mit Funk beschäftigen?

Zunächst mal ist der Hobbyfunk (egal welcher Ausprägung) ein Hobby - wie zum Beispiel auch Briefmarken sammeln, Schach spielen oder andere Freizeitbeschäftigungen. Es geht beim Funken zuerst und vor allem um den zwischenmenschlichen Kontakt, quasi um das miteinander reden - etwas, das in unserer heutigen Gesellschaft leider immer öfters viel zu kurz kommt. Funker halten Kontakt zu anderen Menschen - z.B. beim beim Wandern, beim Autofahren, von zu Hause aus, im Urlaub oder auf Dienstreisen. Wer also ein "Hobby-Funker" ist, der redet gerne mit seinen Mitmenschen. So einfach ist das.

Einwand: Aber all das bieten mit Internet-Chatrooms und Messenger-Dienste

Stimmt! Das kann man nicht widerlegen. Der Unterschied ist: Um mich mit anderen Menschen durch das Hobby "Funk" zu unterhalten, benötige ich kein WLAN und kein Internet. Funk geht immer und überall - an jeder Stelle dieses Planeten - auch wenn es dort kein WLAN oder kein Mobilfunk-Signal gibt.

Bitte denke auch daran, dass Gespräche und das Versenden von Daten Geld kosten. Selbst wenn man eine Flatrate besitzt für sein Smartphone, muss man für die Übermittlung der Daten und Bilder immer noch bezahlen. Hoch sind die Gebühren nicht mehr - aber es gibt sie nach wie vor.

Zudem bietet die Beschäftigung mit dem Medium "Funk" noch einen Aspekt, welcher so bei der Kommunikation mit Mobiltelefonen und Tablets nicht ohne Weiteres gegeben ist: Man kann basteln, bauen, entwickeln, Kreativität einsetzen, sich selbst verwirklichen und Spaß im Umgang mit Technik haben. Man kann selber etwas erschaffen und damit dann rund um die Welt funken.

Unsere Schlussfolgerung:

Alles hat seine Vor- und Nachteile. Der Hobbyfunk bietet mir eine freie Kommunikation mit anderen Menschen (ein, zwei, drei oder ganz viele auf einmal). Ich zahle nur die Anschaffungskosten meiner Geräte (zumindest bei CB-, FreeNet-, PMR446-Funk und dem Funkempfang) und danach kann ich reden "was das Zeug hergibt". Im Übrigen kann man aber die Techniken "Funk" und "Internet" auch miteinander kombinieren. Sogenannte "Internet-Funk-Gateways" sind inzwischen erlaubt und auch vielerorts zu finden. Eine Internet-Recherche lohnt sich!

Schlussbemerkung:

Man kann einen "Hobbyfunker" recht einfach definieren: Ein Mensch, welcher gerne mit anderen Menschen redet ... und das am liebsten persönlich!