Einstieg und praktischer Funkbetrieb

Aller Anfang ist schwer, jedoch stellt der Einstieg in den CB-Funk nicht gerade ein unüberwindliches Hinderniss dar. Dies wollen wir im folgenden einmal kurz beleuchten. Es können hier bei weitem nicht alle Aspekte behandelt werden. Gerne hilft hier ein CB-Funk Verein (siehe Telefon-Buch) aus dem näheren Umkreis oder das Redaktions-Team weiter.

Hand-Funkgeräte
Für junge Einsteiger eignet sich zunächst ein Handfunkgerät, um Schwierigkeiten mit Eltern, Vermietern wegen dem Antennenaufbau aus dem Wege zu gehen. Ein Handfunkgerät hat alles eingebaut, was man zum Funken so braucht und muss nur noch mit Batterien (oder besser noch: wiederaufladbare Akkus) bestückt werden, und schon geht der Funkspaß los. Um mit Handfunkgeräten eine gute Reichweite zu erzielen, klettert man auf eine nahgelegene Erhebung (Hügel, Hausdach, etc).
Gute Handfunkgeräte zum Einstieg kosten zwischen EUR 60.- und EUR 200.- . Man sollte darauf achten, daß sich das Gerät mit normalen Batterien bzw Akkus aus dem Supermarkt bestücken läßt, denn Akkus vom Hersteller sind zumeist ziemlich teuer und unter Umständen auch schwer zu beschaffen. Ausserdem sollte das Gerät auch eine sogenannte Gummiwendel-Antenne besitzen, das ist eine kurze, maximal 20cm lange Gummi-Wurst, welche zwar die Reichweite des Gerätes verringert, aber auch die Gefahr des Abbrechens der wesentlich längeren Teleskop-Antenne ausschliesst. Bessere Geräte kann man sowohl mit Gummi- Antenne als auch mit Teleskop-Antenne betreiben.

Mobil-Funkgeräte
Wer vorwiegend von zu Hause oder aus dem Auto am CB-Funk-Geschehen teilnehmen möchte, kauft ein Mobilfünkgerät. Diese sind für den Einbau in ein Kraftfahrzeug vorgesehen und besitzen deswegen keine eingebauten Antennen und Batterien. Ein einfaches Mobilgerät mit einem Minimum an Ausstattung kostet ca. EUR 80.- - man sollte aber idealerweise nicht mehr als EUR 200.- ausgeben, dafür bekommt man jedoch Geräte welche in Ausstattung und Empfindlichkeit als sehr gut zu bewerten sind. Zum Betrieb einer Mobilfunke ausserhalb des Fahrzeuges benötigt man unbedingt noch ein Netzteil, welches an einer geregelten Festspannung von 12 Volt (bzw 13,8 V) einen Strom von mindestens 3-4 Ampere abgeben kann. Das Netzteil sollte kurzschlusssicher sein und dürfte zwischen EUR 30.- und EUR 80.- erhältlich sein.
Bei einem Fahrzeug-Einbau ist darauf zu achten, das die Beinfreiheit des Fahrers nicht eingeschränkt wird und alle Bedienelemene wie Schaltknüppel oder Handbremse ohne Kabelverhau zugänglich sind. Eine Montage des Gerätes am Fahrzeug-Himmel ist verkehrsrechtlich verboten (Ausnahme: LKWs mit Montagemöglichkeit unter Dach). Zudem sollte das Funkgerät während der Fahrt entweder nicht bedient werden, oder so montiert sein, das es vom Fahrer ohne viel Kopfverdrehen einsehbar ist.

Antennen zu Hause
Ein Antenne stellt das wichtigste Element einer Funkstation dar, und entscheidet im wesentlichen über die Reichweite der Funkgespräche. Leider sind durchschnittliche CB-Funk-Antennen zwischen 5 und 6,5 Meter lang und deshalb meist nur geeignet für die Dach- oder Balkon- Montage (wichtig: Genehmigung des Vermieters einholen). Kleinere Antennen, zum Beispiel für die Balkonmontage, welche zwischen 1 und 1,5 Meter lang sind, gibt es auch, sollten jedoch nur im Fall eines Antennenverbotes montiert werden. Das Thema der idealen Antennen für CB-Funk wird selbst in der Fachliteratur sehr kontrovers behandelt, aber als sehr geeignet aufgrund der mechanischen und elektrischen Eigenschaften ist eine Dachantenne mit halber Wellenlänge (Halb-Lambda-Antenne) mit etwa 5 Metern Länge anzusehen.
Bei der Montage jeglicher Antennen auf Dach und Balkon ist unbedingt auf eine gute Erdung zu achten, damit im Falles eines Blitzeinschlages keine Schäden entstehen. Der Elektro-Fachhandel gibt hier gerne Auskunft. Am besten sucht man sich einen anderen Funker, welcher einem beim Aufbau der Antenne behilflich ist.
Neben der Antenne auf dem Dach (Balkon) benötigt man noch Antennenkabel, welches unter der Bezeichnung RG-213 ebenfalls im Funkfachhandel erhältlich ist. Das ebenfalls erhätliche Kabel vom Typ RG-58 eignet sich aufgrund elektrischer Bedingungen für die heimische Montage nicht besonders.
Die Herab- bzw hereinführung des Kabels vom Montage-Punkt der Antenne zum Funkgerät ist ganz individuell zu klären, meistens wird man sich mit einem kleinen Loch im Fenster- Rahmen zur Durchführung begnügen.
Zu guter Letzt muss noch ein Antennenstecker ans Kabel gelötet werden, eine Anleitung findet man hier (Montageanleitung PL-259 Stecker auf RG-213 Kabel) oder fragt einen befreundeten Funker.

Antennen im Auto
Die oben erwähnte Halb-Lambda-Antenne ist aus naheliegenden Gründen für eine Auto-Montage nicht geeignet. Hier verwendet man verkürzte Antennen, welche entweder am Fußpunkt oder in der Mitte eine Spule zur elektrischen Verlängerung besitzen. Mbilfunk-Antennen gibt es in Länge zwischen 20cm und 1,5 Metern und kosten zwischen EUR 15.- und EUR 150.- Im allgemeinen gilt hier: Je länger, desto besser (Vorsicht bei Tiefgaragen, Parkhäusern und niedrigen Brücken).
Idealerweise wird eine Mobil-Antenne auf dem Autodach in der Wagenmitte montiert, es bieten sich aber auch der Kotflügel, der Kofferraumdeckel oder die Regenrinne an. Man sollte bei der Montage unbedingt auf einen guten Kontakt zur Fahrzeug-Karosserie achten, dies ist wichtig für das Funkgerät (siehe weiter unten im Text). Im Fahrzeug wird allgemein das schon erwähnte RG-58 Antennekabel verwendet, weil es recht dünn ist, und somit leichter durch vorhandene Hohlräume und Ritzen passt. Das Kabel darf jedoch bei der Verlegung nicht geknickt werden, sonst ist die Funke tot ;-) (Montagebeispiel).
Jede Antenne besitzt eine Möglichkeit zur mechanischen Verlängerung bzw Verkürzung, dies dient zum Abgleich der Antenne, welcher ebenfalls mit dem Stehwellen-Messer durchzuführen ist. Vorsicht: Beim Abgleich von Dachantennen nicht herunterfallen.



Zubehör für zu Hause und im Fahrzeug
Als notwendiges Zubehör für den Betrieb von Mobilstationen mit externen Antennen ist unbedingt ein sogenanntes Stehwellen-Messgerät anzuschaffen. Dieses wird zwischen Antenne und Funke geschaltet und zeigt das Verhältnis zwischen ausgesendeter und reflektierter Sendeleistung an. Sendeleistung wird zum Beispiel von geknickten Antennenkabel oder schlecht angepassten Antennen reflektiert, und rückwärts in das Funkgerät zurück gestrahlt. Wenn die reflektierte Sendeleistung zu groß ist, kann das Funkgrät schnell Schaden nehmen und muss für teures Geld repariert werden.
Sowohl für zu Hause als auch im Auto bietet sich die Montage eines Zusatzlautsprechers an, da die eingebauten Lautsprecher meist recht dürftig und erfahrungsgemäß immer an der Geräteseite sitzen, an welcher das Gerät montiert wurde. Ein Lautsprecher im eigenen Gehäuse mit einer Leistung von ca. 2 bis 5 Watt reicht vollkommen aus.

... los gehts
In den meisten Gegenden in Deutschland wird der Kanal 1 (FM) als Anrufkanal benutzt und sollte von Gesprächen freigehalten werden. Im Grenzgebiet zu anderen Staaten werden andere Anrufkanäle benutzt (zum Beispiel im Bodensee-Gebiet der Kanal 40 FM). Nach einem kurzen Anruf auf dem Anrufkanal (meistens etwa: "CQ CQ von der Station XXX") sollte man nach Vereinbarung auf einen freien Kanal wechseln (Erst hören oder Fragen, ob der Kanal wirklich frei ist). Für Gespräche ebenfalls ungeeignet sind die Kanäle 9 (Fernfahrer), sowie 24 und 25 (Datenfunk), welches bundesweit gleich verwendet werden. In den Grenzgebieten sidn ausserdem bei 80-Kanal-Funkgeräten die sogenannten Schutzabstände einzuhalten.

Nun wünscht das Hobbyfunk.de Team viel Spaß beim gemeinsamen Hobby und vor allem wenig Störungen.