Begriffserklärung und -definitionen

Allgemeiner Anruf (CQ)
Eine Funk-Betriebstechnik, welche nur im Seefunk, BOS-Funk ("An Alle"), Amateur- und Hobbyfunk existiert. Hier wird keine bestimmte Station angesprochen, sondern ein Funkspruch an alle zuhörenden Stationen gerichtet. Man kann diesen Anruf auch einschränken: CQ Australia bedeutet, dass ein Funkamateur nur mit Stationen aus Australien sprechen möchte.
Im Behördenfunk existiert eine Sonderform, welche mit dem Schlüsselwort Spruch gekennzeichnet wird: An alle, es folgt ein Spruch. - NACH OBEN

AMTOR (Amateur Teletype Over Radio)
Amateurfunkvariante des kommerziellen SITOR Verfahrens. Hierbei werden jeweils 3 Buchstaben übertragen und dann auf die automatische Bestätigung des Empfängers gewartet. Wenn diese ausbleibt, werden die drei Buchstaben solange übertragen bis der Empfänger ihren Erhalt bestätigt.
AMTOR wird nicht mehr genutzt im Amateurfunkbetrieb, da es durch bessere Verfahren abgelöst wurde. - NACH OBEN

Atmosphäre (Erd-Atmosphäre, Ionosphäre)
Es handelt sich dabei um die Gesamtheit der den Planeten Erde umgebenden Luftschichten (Gashülle). - NACH OBEN

Äther
Alte (und falsche) Bezeichnung für ein Medium, welches Funkwellen überträgt. Der Äther wurde als Gegenstück zur Luft betrachtet, welche als Träger für Schallwellen dient. Im Rahmen des wissenschaftlichen Fortschrittes wurde aber erkannt, das Schallwellen sich lediglich in der Frequenz von den gebräuchlichen Funkwellen unterscheiden - aber elektromagnetisch völlig identisch sind. Somit existiert die Bezeichnung Äther nur noch in (heutzutage selten zu hörenden) Ausdrücken wie Die Stimme aus dem Äther. - NACH OBEN

BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben)
Überbegriff für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk, Katastrophenschutz o.ä. Die Bundeswehr gehört NICHT zu dieser Gruppe und darf in Deutschland im Inneren nur auf Anforderung zur Katastrophenhilfe zum Einsatz kommen. - NACH OBEN

CE / CE-Kennzeichnung
Mit einer CE-Kennzeichnung auf einem Funkgerät erklärt der Hersteller, dass dieses den gültigen Harmonisierungsvorschriften der Europäischen Union entspricht. Letztere behält sich vor, Geräte ohne CE-Kennzeichnung aus dem Verkehr zu ziehen, oder die Einfuhr derselben aus Drittländern zu untersagen. - NACH OBEN

Dämpfung
Unter Dämpfung versteht man die Abschwächung einer Funkwelle, mit zunehmender Entfernung vom Sender, durch äußere Einflüsse wie: Luft, Bäume, Sträucher, Regen, Nebel, Gebäude, Stromleitungen und natürlich auch durch Antennenkabel, Stecker, Messgeräte und die Funkgeräte selbst. - NACH OBEN

ERP (Effective Radiated Power)
Tatsächliche Abstrahlleistung eines Senders in der Luft - Diese errechnet sich aus Senderausgangsleistung (PEP) MINUS Verluste durch Kabel, Übergänge und Antennen (Dämpfung) PLUS Antennengewinn. ERP bezeichnet die Leistung, die ein Sender tatsächlich an der Antenne abgibt.
Die Leistung wird in der Regel in dB (Dezibel) gemessen. - NACH OBEN

Feldstärke
Stärke eines elektromagnetischen Feldes - Wird üblicherweise in dB (Dezibel) gemessen, obwohl die offizielle Maßeinheit TESLA heißt. - NACH OBEN

Funkdienst
Funkdienste sind in der Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO Funk) definiert. Die VO Funk trägt im Original-Dokument den Titel Radio Regulations und wurde früher auch als Weltfunkvertrag bezeichnet. Diese hat lediglich für die betreffenden Regierungen (bzw. Fernmeldeverwaltungen) zwischenstaatliche Vertragskraft, entwickelt jedoch nicht automatisch Gesetzeskraft für die Bürger dieser Länder. Im deutschen Telekommunikationsrecht ist der Begriff Funkdienst nicht definiert. Die Bundesnetzagentur muss gemäß Telekommunikationsgesetz für eine störungsfreie Frequenznutzung sorgen, unabhängig davon, ob es sich um einen Funkdienst, eine Funkanwendung oder irgendwas anderes handelt. - NACH OBEN

Geocaching - Weblink
Hierbei handelt es sich um eine Hobby-Schatzsuche. Es werden an bestimmten Plätzen Behälter aller Art und Größen versteckt. Mittels einer Website werden die GPS-Koordinaten für dieses Verstecke, sowie Hinweise zu dessen Auffinden und zumeist auch eine kleine Geschichte rund um dieses Versteck veröffentlicht.
Der Schatzsucher hat dann zur Aufgabe, mittels eines GPS-Empfängers dieses Versteck zu finden und sich in das darin befindliche Logbuch einzutragen. Hierbei werden gerne PMR446-Handfunkgeräte genutzt. Bevorzugter Kanal für Geocaching-Schatzsucher ist der Kanal 7 (ohne CTCSS/DCS). - NACH OBEN

Glasfaser
Ein synthetisches Material, welches aus dem Kunststoff Fiberglas hergestellt wird. In Glasfaser-Leitungen werden keine elektromagnetischen Signale sondern optische Lichtwellen (Lichtquanten) übertragen. Die Vorteile einer optischen Übertragung sind: sehr geringe Störanfälligkeit, große Leitungslängen ohne nennenswerte Signalstärken-Verluste, unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Feldern - Nachteile: schwierige Montage- und Verbindungs-Technik. - NACH OBEN

HAMNET (Highspeed Amateurradio Multimedia NETwork)
Ein TCP/IP-basiertes Datenkommunikationsnetz auf Amateurfunk-Frequenzen im Bereich 2,4 und 5,6 GHz welches Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 66 MBit/s bietet. Dieses Netzwerk dient als Backbone zur Anbindung digitaler Sprach- und Datennetze im Amateurfunk. Wenn die entsprechenden Netzknoten über Notstrom gepuffert sind, leisten diese auch hervorragende Dienste in der Datenkommunikation im Notfunk-Einsatzfall. Die BOS-Dienste besitzen hingegen kein solches Netz. - NACH OBEN

Hertz, Heinrich (* 1857 + 1894)
Physikprofessor an der Universität Karlsruhe - Hertz wies 1886 erstmals langwellige elektromagnetische Wellen nach und bestätigte damit ihre von J.C. Maxwell vermutete Wesensgleichheit mit den Lichtwellen.
HERTZ ist auch die Maßeinheit für die Schwingungszahl einer elektromagnetischen Welle - kurz Frequenz genannt. In den Funkanwendungen begegnen wir üblicherweise Kilohertz (kHz), Megahertz (MHz), Gigahertz (GHz) und Terrahertz (THz). - NACH OBEN

ISO (International Organization fro Standardization) - Weblink
Internationales Normungsgremium - Erstellt Normen und Vorschriften für nahezu alle Bereich der Wissenschaft und Technik - NACH OBEN

Knallfunken-Sender
Hierbei handelt es sich um die erste Baumform überhaupt eines elektromagnetischen Wellenerzeugers (Sender). Der Name rührt von den zwischen zwei Polen auftretenden bläulichen Funken (verbrannter Sauerstoff in der Luft). Dieser Funke sprang jedesmal über, wenn dieser Sender unter Strom gesetzt wurde. Durch rhythmisches Aus- und Einschalten (z.B. durch eine Morsetaste) konnten so Funkwellen (durch Morsezeichen codiert) zu einem Empfänger übertragen werden.
Knallfunken-Sender wurden in der 1920er Jahren verboten, da sie sehr viele Störungen bei benachbarten Funkstationen erzeugten. - NACH OBEN

Koaxialkabel
In diesem Kabeltyp befinden sich prinzipiell zwei elektrisch gegeneinander isolierte Leiter. Die, aus mehreren dünnen Kupferdrähten verdrillte, Seele befindet sich in der zentrischen Mitte. Danach erfolgt ein Ring aus nicht-leitfähigem Isoliermaterial. Der zweite Leiter besteht aus einem Drahtgeflecht, welches das Isoliermaterial komplett umsschließt. Eine Außenisolierung komplettiert das Kabel.
Koaxkabel werden in der Hochfrequenztechnik z.B. als Verbindung zwischen Antenne und Sender/Empfänger verwendet, da sie neben einem extrem geringen Ohmschen Widerstand auch einen genau definierten Wellenwiderstand (z.B. 50 Ohm im Hobbyfunk) besitzen. Zudem sind die elektromagnetischen Wellen, welche diese Kabel durchfließen, elektrisch abgeschirmt und verlassen das Kabel erst am Endpunkt (z.B. der Antenne). - NACH OBEN

Marconi, Guglielmo (* 1874 + 1937)
baute auf Grundlagen der Forschung von Heinrich Hertz die ersten funktionierenden Funksender und -Empfänger der Welt und bewältigte von der englischen Küste aus im Jahre 1901 die erste transatlantische Funkverbindung.
Gründer der Marconi-Funkgesellschaft, welche jahrzehntelang rund um die Welt Funkstationen aufstellte und sich besonders um den Schiffs-Betriebs- und Notfunk einen Namen gemacht hat. Marconi erhielt 1909 zusammen mit dem deutschen Physiker Karl Braun den Nobelpreis für Physik. - NACH OBEN

Microchip
Ein von Robert Noyce bei der Firma Integrated Electronics (INTEL) entwickelter elektronischer Baustein, welcher auf einer winzigen Fläche die Funktion von Tausenden bzw Millionen von Transistoren vereinigt und damit die Miniaturisierung der modernen Elektronik und Computer erst ermöglicht. - NACH OBEN

Modem (MOdulator/DEModulator)
Ein elektronisches Gerät, welches digitale Signale in analoge verwandelt (Modulation) um diese per analogen Funkgeräten senden zu können. Umgekehrt werden empfangene Töne wieder zurück in digitale Signale gewandelt (Demodulation), welche ein angeschlossener PC verarbeiten kann. - NACH OBEN

Morse, Samuel Finley Breese (* 1791 + 1872)
US-Amerikanischer Erfinder und Kunst-Professor - Erfinder des nach ihm benannten Systems für drahtgebundene elektrische Telegraphie. Ebenfalls Erfinder des nach ihm benannten Morse-Alphabets, einer Kombination aus langen (Strichen) und kurzen (Punkten) elektrischen Impulsen, welche zusammengesetzt in unterschiedlichen Kombinationen für die Buchstaben des Alphabets und die arabischen Zahlen sowie einige Satzzeichen stehen.
Die Morsezeichen bzw. der Morse-Code selbst wurden inzwischen mit dem Titel eines immateriellen Weltkulturerbe geehrt und werden auch heute noch, von Funkamateuren in aller Welt täglich zur Kommunikation auf allen Frequenzen genutzt. Im kommerziellen Funkbetrieb werden diese allerdings nicht mehr verwendet. - NACH OBEN

Multiple Choice
Ein Frage- und Antwort-Schema, in dem auf eine vorgegebene Frage eine Anzahl Antworten zur Auswahl stehen, welche sprachlich bereits vorgegeben sind. Die Antwort kann nicht frei formuliert werden. - NACH OBEN

Norddeich Radio - WEBLINK
Auch als Radio Norddeich bekannte ehemalige Küstenfunkstelle in Utlandshörn (Nordfriesland). Von hier aus erfolgte ab 1930 weltweiter Funkverkehr mit Schiffen jeglicher Bauart. Der Funkverkehr beinhaltete Notrufe und Notfall-Abwicklung, Betriebsmitteilungen der Reedereien und deren Schiffe sowie die Funkvermittlung von Telefongesprächen über das bundesdeutsche Telefonnetz. Als Betriebsarten wurden Morse-Telegraphie zur Telegramm-Vermittlung, sowie Sprechfunk in AM und SSB genutzt.
Die zunehmende Umstellung der Schiffs-Kommunikation auf Satellitentelefon machte diese und andere Funkstellen überflüssig, weshalb Norddeich Radio 1998 seinen Betrieb einstellte. - NACH OBEN

Packet Radio (Paket-Orientiertes Funk-Fernschreiben)
Amateurfunk orientierte Variante des ehemaligen kommerziellen DATEX-P Dienstes, welcher von der damaligen Deutschen Bundespost betrieben wurde. Die Daten werden in Pakete aufgeteilt, mit einer Prüfsumme versehen und dann gesendet. Beim Empfänger werden die Prüfsummen der Pakete geprüft und bei fehlerhafter Prüfsumme werden die Pakete automatisch noch einmal angefordert. Die Pakete bestehen aus maximal 4kB-Daten. - NACH OBEN

PACTOR (PACket Teletype Over Radio)
Kombination aus Packet Radio und AMTOR, speziell für Kurzwelle geeignet. Bei PACTOR handelt es sich um eine Kombination aus einem proprietären Datenübertragungsprotokoll sowie einem Filtermodem, dessen Rechte bei einer privaten Firma liegen. Die Nutzung von PACTOR ist ausschließlich mit den Modems dieser Firma möglich. PACTOR ist in der weltweiten Schiffahrt quasi die Standard-Betriebsart für Datenübertragung und existiert mittlerweile in der 4. Version (PACTOR 4).
PACTOR wird auch gerne im Amateur-Notfunk verwendet als sichere Datenverbindung. - NACH OBEN

PEP (Peek Envelope Power)
Hüllkurven-Spitzenleistung - PEP bezeichnet die Leistung, welche eine Sender-Endstufe erzeugt und an Kabel/Antennen abgibt. - NACH OBEN

Powerline-Kommunikation
Eine Technik, mit welcher elektromagnetische Wellen über normale Stromkabel (zusätzlich zum 50 Hz Wechseltrom) gesendet werden. Diese Technik selbst ist zwar eine innovative Idee. Nur sind Stromkabel nun einmal keine Koaxialkabel und daher nicht gegen das Aussenden der Wellen entlang des Kabels geschützt.
Verwendete Datenkommunikation über Powerline ist daher unsicher und vor allem Extremverursacher von Störungen vor allem im Zusammenhang mit dem Ausstrahlen von Fernsehprogrammen per Technologien. - NACH OBEN

QSL-Karten
Bestätigungskarten, welche von Funkamateuren, CB-Funkern und Höramateuren für getätigte Verbindungen verschickt werden. Auch Hörstation verschicken diese Karten als Empfangsbestätigung. - NACH OBEN

Radio-Astronomie
Astronomische Untersuchung des Weltraumes, wobei hier jedoch Strahlungsquellen im Radio- und nicht im Lichtbereich beobachtet werden. - NACH OBEN

Radio-Teleskope
Hochempfindliche Empfangsantennen- und Geräte, welche in der Lage sind, Strahlungsquellen (Sender) in riesigen Entfernungen zu empfangen. Sind meist als großformatige "Schüsseln" auf Bergrücken zu finden. - NACH OBEN

Relais (Umsetzer)
1. Eine automatische Funkstation, welche Funksignale empfängt und aussendet. Der Standort liegt in der Regel auf hohen Gebäuden oder landschaftlichen Erhebungen. Ein Umsetzer kann von seiner erhöhten Position Signale in Regionen senden, welche dank Abschirmung und hoher Dämpfung nicht durch quasi-optische Funkwellen/Bodenwellen erreicht werden können.
2. Ein elektromechanisches Bauteil, welche den Elektro-Magnetismus nutzt: Mittels einem Gleichstrom, welcher durch eine Spule fließt, wird ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Dieses bewegt eine magnetische Schalteinheit kippt von einem Zustand in den andere und schaltet dabei elektrische Kontakte um, welche nicht im Zusammenhang mit der Spule stehen. Somit ist eine vollkommen galvanische Trennung zwischen Steuerkreis (Spule) und Schaltkreis (Kontakte) gegeben. Wird heute immer noch in der Starkstromtechnik verwendet. - NACH OBEN

Röhre (Elektronen-Röhre)
Ein elektronisches Schaltelement, welches in einen luftleeren Glaskolben eingeschlossen ist. Jahrzehntelang bildeten Röhren die Grundlage jeder elektronischen Schaltung. Die zweite Generation der Computer war mit Röhren bestückt. Röhren bilden auch heute noch in der Funkwelt einen wichtigen Baustein zur Erzeugung hoher Sendeleistungen. - NACH OBEN

RTTY (Radio TeleTYpe)
1. Sammelbezeichnung alle Betriebsarten für eine Textübertragung über Funkwellen oder Leitungen ohne den Einsatz der Morse-Telegraphie.
2. Betriebsart für Textübertragung per Funkwellen unter Verwendung des Baudot-Codes - Immer noch gebräuchlich im Amateurfunk-Dienst. - NACH OBEN

Satellit
Ein künstlicher Erd-Trabant, welcher zum Zwecke der Umsetzung und Verstärkung von Funk-Signalen mittels einer Rakete oder einem Weltraumtransporter in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht wird. - NACH OBEN

Scan (Kanalsuchlauf)
Eine klassische Funktion moderner Funkgeräte und Empfänger. Die Frequenzen in den eingebauten Speicherkanälen werden durchsucht entweder a) auf das Vorhandensein irgendwelcher Signale (Busy scan) - oder b) auf das Auffinden von Frequenzen ohne eine Belegung (free scan).
Dieser Funktion verdanken auch Funk-Scanner ihren Namen, da diese Geräte je nach Ausstattung mehrere hundert Speicherkanäle bieten.
Man nutzt diese Funktion üblicherweise, um mehrere Frequenzen gleichzeitg zu überwachen. - NACH OBEN

Seefunk
Funkdienst für die Kommunikation zwischen Schiffen und dem Festland sowie den Schiffen untereinander. Seefunk diente kommerziell einst zum Vermitteln von Telefongesprächen für und von Passagieren auf Fahrgastschiffen. Diese Dienstleistung wird heutzutage ausschließlich über Satelliten-Telefon abgewickelt.
Der Seefunk beschränkt sich aktuell auf Lostendienste, Schleusen- und Hafen-Koordination und den Funkverkehr bei Notfällen wie Schiffbruch oder Unfällen auf See. - NACH OBEN

Sonnenflecken
Sonnenflecken sind dunkle Stellen auf der Sonnenoberfläche, welche weniger Licht abstrahlen als der Rest der Oberfläche. Ihre Anzahl und Größe nennt man auch Sonnenaktivität. Due Ursachen für die Flecken liegen in starken Magnetfeldern.
Die Sonnenaktivität unterliegt einem Rhythmus von ungefähr 11 Jahren. - NACH OBEN

Squelch
Eine Bezeichnung für die Funkgeräte-Funktion Rauschsperre. Damit ist der Empfänger stumm, bis ein Empfangssignal den an der Rauschsperre eingestellten Schwellwert überschreitet. Ist dem so, wird dieses auf den Lautsprecher geschaltet. Die Rauschsperre ist (oft auch unter der Abkürzung SQL) entweder als Regler oder einer Funktion im Bedienmenü zu finden. - NACH OBEN

SWL (Short Wave Listener)
Hobbyfunker, welcher sich mit dem Abhören von Amateur- und Rundfunksendungen auf Kurzwelle und UKW beschäftigt. - NACH OBEN

Stehwellen-Verhältnis (SWR-Messgeräte)
Mit einem Gerät werden die ausgesendeten Funkwellen eines Senders gemessen (vorlaufende Leistung). Gleichzeit werden die - durch Fehlanpassung von Koax-Kabeln und Antennen - reflektierten Funkwellen (rücklaufende Leistung) gemessen. Durch eine optische Anzeige wird das Verhältnis aus vor- und rücklaufender Sendeleistung angezeigt.
Das Stehwellen-Verhältnis zeigt somit an, wie gut Koaxkabel und Antenne an den Senderausgang angepasst sind. Ist diese Anpassung zu schlecht, wird zu viel reflektierte Sendeleistung im Funkgerät die Sendeendstufe zerstören. - NACH OBEN

TETRA (TErrestial Trunked RAdio)
Ein Standard für die digitale Übertragung von Sprache. Es können damit zeitgleich bis zu 25 Funkgespräche auf einem Frequenzpaar (Funk-Kanal) geführt werden. Die Bezeichnung wird daher auch für das digitale Funknetz der BOS verwendet, welches auf dem Standard TETRA 25 basiert. - NACH OBEN

Telex-Fernschreib-Netz
Ein vom normalen analogen Telefonnetz vollkommen unabhängiges Fernschreib-Netz der ehemaligen Deutschen Bundespost. Mittels eines elektro-mechanischen Fernschreibers (später auch mit eingebauten Computern), Lochstreifenlesern und schwergängigen mechanischen Tastaturen konnten hiermit weltweit Text-Telegramme (Tele-Text) versandt werden. Alle Teilnehmer besaßen eine eigene Rufnummer, sowie eine Unternehmens-spezifische Kennung zur eindeutigen Identifikation. Die Textübertragung erfolgte im Baudot-Code mit 50 Bd (ca. 300 Buchstaben) pro Minuten.
Dieses Netz wurde inzwischen eingestellt. Die Fernschreiber landeten in Museum oder auf Schrottplätzen. - NACH OBEN

(RMS) Titanic
Ein großer Passagierdampfer, Indienstgestellt am 2. April 1912, nach einer Kollision mit einem Eisberg am 15. April 1912 im Nordatlantik gesunken. Die Schiffsfunker waren Angestellte der Marconi-Gesellschaft. Nach der Kollision sendeten die Funker per Morsezeichen (Sprachfunk gab es damals noch nicht) den Notruf CQD. Es handelte sich dabei um den damals um den in der Marconi-Company vorgeschriebenen Seefunk-Notruf, welcher aber nicht weltweit einheitlich war. - NACH OBEN

Transistor
Ein elektronisches Schaltelement, welches 1947 von John Bardeen, Walter Brattain und William Shockley in den Bell Labs (USA) entwickelt wurde, um die Röhren abzulösen und zu ersetzen. Es handelt sich hierbei um einen elektronischen Schalter, welcher aus Germanium oder Silizium hergestellt wird, und zum Schalten oder Verstärken elektrischer Ströme dient. - NACH OBEN

Transverter
Ein Hochfrequenzgerät zum Umsetzen von elektromagnetischen Wellen von einer Basis- auf eine Zielfrequenz - funktioniert in Sende- und Empfangsrichtung. Es wird in der Regel zusätzlich noch je ein Verstärker für Sendung und Empfang zwischen Transverter und Antenne geschaltet. Beispiel: Sender-Ausgang: 28 MHz -> Transverter-Ausgang 144 MHz / Transverter-Eingang 144 MHz -> Empfänger-Eingang 28 MHz
Ein Transverter wird extrem häufig im Bereich oberhalb des 23cm Amateurfunk-Bandes verwendet, da dort die Hochfrequenztechnik extrem aufwändig ist und so z.B. 144 MHz Geräte als Steuersender/-Empfänger genutzt werden können.
Auch im unteren UKW-Bereich werden Transverter gerne verwendet, um die hervorragenden Eigenschaften eines Kurzwellen-Sendeempfängers ausnutzen zu können. - NACH OBEN

Transceiver
Kunstwort - besteht aus den beiden englischen Bezeichnungen Transmitter (Sender) und Receiver (Empfänger). Es bezeichnet also eine integrierte Sender-/Empfänger Kombination in einem Gerät. Das Wort ist in Amateurfunkkreisen ebenso wie in der kommerziellen leitungsgebundenen Datentechnik sehr gebräuchlich. - NACH OBEN

VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) - Weblink
Gibt elektrotechnische Vorschriften und Normen heraus, welche in Elektro-Installation ebens Gültigkeit haben und Anwendung finden wie in der Elektronik. Ein Hobbyfunker muss diese Vorschriften zum Beispiel beim Anschluss seiner Geräte an das Stromnetz ebenso beachten wie beim Aufbau seiner Antenne auf dem heimischen Hausdach. - NACH OBEN

WLAN (Wireless Local Area Network)
Eine Technik um über kurze Strecken eine lokales Computer-Netzwerk zur Übertragung von Daten zu realisieren. - NACH OBEN