Funkgeräte

Grundlegendes
In der Anfangszeit des kommerziellen und Amateur-Funks wurden grundsätzlich Sender und Empfänger als getrennt aufgebaute Geräte betrieben. Mittels einfachster Schalter wurde der Strom zwischen Empfänger und Sender hin und hergeschaltet, um entweder eine Sendung abzusetzen oder einen Funkspruch zu empfangen.

Vom Gerätepark zum Kombigerät
Im Laufe der Zeit wurde der Wunsch nach einem kombinierten (und damit auch wesentlich besser transportablen) Gerät zum Funken bei vielen Menschen größer und es wurden sogenannte "Sende-Empfänger" entwickelt, bei denen zunächst beide Komponenten (Sender und Empfänger) zwar im gleichen Gehäuse untergebracht wurden, aber dort abgeschirmt und unabhängig voneinander betrieben wurden.

Die Miniaturisierung schreitet voran
Mit dem Aufkommen von immer leichteren, kleineren und stromsparenden elektronischen Bauelemeneten und dem damit einhergehenden Verschwinden der Elektronen-Röhre aus den Schaltungen konnten auch die Funkgräte schrumpfen. So können Mobiltelefone schon seit Jahren in Armbanduhren untergebracht werden, ebenso wie Hobbyfunkgeräte auch in dieser Form verkauft werden.

Hierbei haben sich nun im Laufe der Jahrzehnte unterschiedliche Betriebsarten für die Sende-Empfänger entwickelt.

Simplex-Technik
Sender und Empfänger werden nach wie vor per Hand (Sprechtaste) wechselseitig an die Antenne geschaltet. Dabei sind Sende- und Empfangsfrequenz gleich. Ein gleichzeitiges Empfangen und Senden ist nicht möglich. Im deutschen Sprachgebrauch wird diese Betriebsart auch "Wechselsprechen" gennant.






Semi-Duplex-Technik
Sender und Empfänger werden per Hand (Sprechtaste) oder durch eine Elektronik (Vox) wechselseitig an die Antenne geschaltet. Sende- und Empfangsfrequenz können unterschiedlich oder gleich sein. Ein gleichzeitiges Empfangen und Senden ist nicht möglich. Funkamateure bezeichnen diese Betriebsart als Split-Betrieb. Die Umschaltezeiten zwischen Senden und Empfangen können durch die Elektronik so kurz sein, das (z.B. bei Morsezeichen) der Eindruck eines gleichzeitigen Senden und Empfanges besteht. BOS-Funker nennen diese Betriebsart "bedingtes Gegensprechen".





Duplex-Technik
Sender und Empfänger werden zwar per Hand (Sprechtaste) geschaltet, sind aber über eine Antennenweiche gleichzeitig mit der Antenne verbunden. Dabei sind Sende- und Empfangsfrequenz unterschiedlich. Sinn des ganzen ist ein gleichzeitiger Sende- und Empfangsbetrieb. Hierbei müssen aber Sende- und Empfangsfrequenz um einen bestimmten Wert auseinanderliegen, um sich nicht gegenseitig zu stören. BOS-Funker nennen diese Betriebsart "Gegensprechen" - der Effekt ist der gleiche wie bei einem Telefongespräch, man kann den Gesprächspartner jederzeit unterbrechen um Wiederholungen zu vermeiden oder zu einem bestimmten Detail zu befragen. Der Nachteil ist aber, das zwei Frequenzen durch eine Funkstation belegt werden.