... und dann?

Natürlich fragen unsere Leser/Nutzer auch immer wieder, was passiert, wenn das (mehr oder weniger) teuer erstandene Funkgerät daheim auf dem Tisch steht (oder im Auto eingebaut ist). Weil das ganze im Amateurfunk etwas anders aussieht, beschränken wir uns hier einmal auf den CB-Funk welcher nach wie vor der "klassische" Einstiegsfunk ist.

Funkgerät gekauft ... eingeschaltet ... es rauscht ... und was nun?

Zunächst einmal drehen wir am Regler "Rauschsperre", "Squelch" oder "SQL". Dann rauscht es nicht mehr! Dann auf jeden Fall noch die Antennen installieren und am Funkgerät anschließen.
In Deutschland hat sich irgendwie der Kanal 1/FM als Anrufkanal und 9/AM als Kanal für die LKW-Fahrer durchgesetzt.
Also Kanal 1/FM eingeschaltet, gehört ob auch niemand anderes spricht, und dann einfach rufen.

Da war doch was mit Funkrufnamen?

Da man sich am Funk (wo jeder mithören kann) nicht unbedingt mit seinem vollständigen Namen und/oder Adresse ansprechen muss, gibt es Funkrufnamen. Diese kann man sich frei wählen - ganz nach Lust und Laune. Einige Beispiele aus der Vergangenheit der Redaktion: "Jumbo", "Akropolis", "Colonius", "Pekinese", "Delta 2", "Sierra Nevada", "Tower", "Sittich", "Grufty" ...
Bitte nur nichts, was irgendwie anstößig, beleidigend oder sonstwie heftig ist. Respekt und Anstand gegenüber den Funkpartner sollte das höchste Gebot sein

.. habe mir einen Funkname ausgesucht ... und jetzt?

Wir gehen an unser eingeschaltetes Funkgerät, lauschen ob der Kanal frei ist (d.h. es spricht niemand anderes), nehmen das Mikrofon in die Hand, drücken die Sprechtaste und sagen: "Allgemeiner Anruf von der Station Fuchsschwanz [hier eigenen Namen einfügen] wer kann mich aufnehmen?". Wenn nicht sofort jemand antwortet, nicht traurig sein, ausschalten und aufgeben, einfach ein oder zwei Minuten später noch einmal probieren.

Ich habe auf Kanal 1 niemand erreicht ... und jetzt?

Am besten sucht man im Handbuch nach der Funktion "Kanalsuchlauf", "Scan" (oder ähnlicher Name). Damit kann man alle Kanäle nacheinander auf Aktivitäten absuchen. Ist ein Kanal belegt, bleibt der Suchlauf stehen. Hört euch das Gespräch einfach ein paar Minuten an (um zu erfahren worum es geht). Dann muss man seinen ganzen Mut zusammen nehmen und in einer Gesprächspause so etwas sagen wie "Break". Das ist eine Art Signal für die anderen Funker, das jemand mit reden möchte.
In der Regel wird man dann aufgefordert, sich zu melden. Nun stellt man sich einfach ein wenig vor ("Ich heisse ...", "Ich komme aus..." usw.) und schon ist man "drin" und kann und darf mitreden.

Puh, das erste Gespräch habe ich hinter mir.

Na herzlichen Glückwunsch. Für die Zukunft sollte immer die Devise gelten: Erst hören (ob eine Kanal frei ist, oder um was es im Gespräch geht) und dann sprechen! Dann klappt's auch mit dem "Funknachbarn".